Suche Frieden und jage ihm nach

Sie hetzen und jagen an den Schaufenstern entlang – so lautet die Zeile eines Liedes. Das ist jetzt – im Neuen Jahr – schon wieder fast vergessen. Denn die stressige Advents- und Weihnachtszeit ist bereits Geschichte … bis zum nächsten Mal. Das heißt aber noch lange nicht, dass sich das Hetzen und Jagen für viele Monate erledigt hätte. Es sind nur andere Dinge, die uns treiben. Da lohnt es sich, mal nachzufragen und darüber nachzudenken, was uns antreibt, was uns in guter Weise nach vorne bringt und was uns in Hektik bringt.
„Wer möchte gerne gut leben und schöne Tage sehen?“ Eine Frage, auf die man eigentlich keine Antwort braucht. Diese Frage finden wir in Psalm 34, und zwar im Zusammenhang mit der Jahreslosung für 2019:

Gott spricht: Suche Frieden und jage ihm nach!

(Psalm 34, 15)

Es lohnt sich, den weiteren Zusammenhang zu beachten. Die Antwort auf die Frage nach dem guten Leben und den schönen Tagen lautet zunächst einmal so: „Behüte deine Zunge vor Bösem und deine Lippen, dass sie nicht Trug reden. Lass ab vom Bösen und tu Gutes.“
Das sind konkrete Anweisungen, die uns zeigen, wie Frieden erreicht werden kann. Sicherlich werden wir es nicht schaffen, den so genannten Weltfrieden herzustellen. Aber in dem (kleinen) Lebensbereich, in dem wir zuhause sind, kann Friede doch immer wieder neu beginnen.
Zunächst geht es darum, die Wahrheit zu sagen. Dazu gehört auch, dass wir aufmerksam sind, was uns erzählt wird. Lohnt es sich und ist es gut, das weiterzutragen? Entspricht es der Wahrheit, oder sind es Spekulationen und Gerüchte? Bewirkt es etwas Gutes oder stiftet es Unfrieden?
Auch wenn wir uns bemühen, Frieden zu stiften, sind wir manchmal nicht sehr erfolgreich damit – zumindest sind es meist kleine Schritte; aber auch die lohnen sich, denn Friede zieht Kreise.
Kürzlich haben wir eine besondere Art des Friedens gefeiert, er ist dauerhaft und die wichtigste und grundlegende Art: Gott macht durch Jesus Frieden mit uns. In der Weihnachtsgeschichte heißt es: „Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“ Gott hat „Wohlgefallen“ an uns, größtes Interesse und tiefste Liebe für jeden von uns. Damit fängt in uns, in unserm Herzen der Friede an, den die Welt braucht.

Nun wünsche ich Ihnen und Euch ein gesegnetes Neues Jahr und eine gute „Jagdsaison“ – auf der Jagd nach Frieden.

Ihr/Euer Pastor Frank Burberg

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