Der Eckstein

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.

(Psalm 118, 26)

Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefs,

in diesem Sommer stand bei uns die Umgestaltung unseres „wilden Gartens“ an. Einige Tage lang waren Bagger am Werk, wurde gebuddelt, geschnitten, neu gesät und gepflanzt. Außerdem wurde ein Weg mit Pflastersteinen angelegt.
Beim Verlegen des Pflasters habe ich interessiert zugeschaut, denn das ist eine Kunst für sich. Die Gartenbauer legten dazu einen Stein, an dem sich dann alle anderen gewissermaßen „orientieren“. Der erste gelegte Stein gibt schon die Richtung vor. Wenn dieser Stein nicht richtig liegt, dann kann es sein, dass das Pflaster schief wird und am Ende alles wieder neu gemacht werden muss. Ich war froh, dass die Gartenarbeiter ihr Handwerk verstanden und alles recht flott und auch akkurat fertig wurde, so dass aus „Chaos“ am Ende ein ansehnlicher Garten geworden ist.
Die Bibel spricht in den Psalmen von einem solchen „Eckstein“, einem besonders wichtigen Stein, an dem sich alle anderen orientieren. Es geht dort um einen Stein, der zunächst einmal von den Bauleuten verworfen wurde, der für „nicht passend“, oder „nicht tragfähig“ angesehen wird. Gerade dieser, auf den ersten Blick „unbrauchbare“ Stein wird dann zum „Eckstein“, zum wichtigsten Stein des ganzen Bauwerks.
Gemeint ist unser Herr, Jesus Christus. Auch er wurde und wird bis heute häufig abgelehnt, über ihn wurde und wird gelästert. Und doch ist er der „Eckstein“, ist er derjenige, an dem wir unser Leben ausrichten können. So wie sich die Steine unseres gepflasterten Weges am ersten gelegten Stein orientieren, so möchte ich mich an Jesus orientieren. So wie der Eckstein die Richtung vorgibt, so möchte ich mir von Jesus zeigen lassen, „wo es hingeht“.

Das gilt für mich privat und persönlich, aber natürlich gilt das auch für uns als ganze Gemeinde. Wir gehen auf eine Zeit der Vakanz zu, in der wir uns neu ausrichten „müssen“ und es wichtig ist, auf Gott zu vertrauen und darauf, dass er uns als Gemeinde segnet. Wenn wir auf Jesus als den „Eckstein“ schauen und uns daran orientieren, dass er uns liebt und uns als Gemeinde führt, dann können wir gelassen auch in diese Zeit der Vakanz gehen. Denn wir wissen: Jesus Christus ist der Herr der Gemeinde, er ist der Eckstein auch unserer EmK in Weitefeld. Wir bauen Gemeinde nicht allein. Jesus ist der Herr der Gemeinde, durch ihn leben wir, auch als Gemeinde.
Ich wünsche uns, dass wir – nicht nur jetzt, in der Vakanz – Zeit spüren, dass Jesus bei uns ist und uns führt, leitet und in schwierigen Zeiten trägt und tröstet.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine gesegnete Herbst- und Weihnachtszeit!
Viele herbstlich-herzliche Grüße, ihr / euer Hendrik Stühn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.